Fehler und Wiederholungen
Ein Workflow, der 200 Belege verarbeitet, darf nicht an Beleg 37 komplett scheitern. Dieser Abschnitt beschreibt, was die Node von sich aus abfängt und was Sie selbst einstellen.
Was die Node automatisch behandelt
Section titled “Was die Node automatisch behandelt”Abgelaufene Anmeldung. Läuft die Sitzung ab oder wird sie serverseitig beendet, meldet sich die Node einmal neu an und wiederholt den Aufruf. Sie sehen davon nichts. Erst wenn auch das scheitert, kommt ein Fehler.
Blättern durch lange Listen. Bei Einträge = 0 holt die Node alle Seiten nacheinander. Fällt eine Seite aus, schlägt die Operation fehl — es gibt kein halbes Ergebnis.
Ein Item scheitert: der Rest soll weiterlaufen
Section titled “Ein Item scheitert: der Rest soll weiterlaufen”Standardmäßig bricht n8n den gesamten Workflow ab, sobald ein Item einen Fehler auslöst. Bei Massenverarbeitung ist das selten gewollt.
Öffnen Sie die Node-Einstellungen (Reiter Settings) und setzen Sie On Error auf Continue (using error output) oder Continue. Dann:
- verarbeitet die Node die restlichen Items weiter,
- und liefert für das gescheiterte Item einen Datensatz mit der Fehlermeldung sowie
resource,operationunditemIndex.
itemIndex ist dabei das Entscheidende: Damit finden Sie im Nachhinein, welcher
Datensatz gescheitert ist.
Gescheiterte Items auswerten
Section titled “Gescheiterte Items auswerten”Ein bewährtes Muster: Fehler nicht verschlucken, sondern sichtbar machen.
SelectLine-Node (On Error: Continue using error output) ├── normaler Ausgang ──▶ weiterverarbeiten └── Fehlerausgang ──▶ in Tabelle schreiben + Nachricht an Teams/E-MailSo läuft die Verarbeitung durch, und trotzdem geht kein Fall verloren.
Wiederholungen: Vorsicht beim Anlegen
Section titled “Wiederholungen: Vorsicht beim Anlegen”n8n kann eine Node bei Fehlern automatisch wiederholen (Retry On Fail). Das ist hilfreich bei kurzen Netzwerkstörungen — aber gefährlich bei Operationen, die etwas anlegen.
| Operationsart | Wiederholung unbedenklich? |
|---|---|
| abrufen / lesen | ja |
| aktualisieren (mit fester Nummer) | ja |
| anlegen | nein — kann Dubletten erzeugen |
| löschen | meist ja |
Vorher prüfen statt hinterher aufräumen
Section titled “Vorher prüfen statt hinterher aufräumen”Das übliche Muster gegen Dubletten, etwa beim Anlegen von Kunden:
1. Kunden → Kunden auslesen (Suche nach Nummer/Firma)2. If: gefunden? ja ──▶ Kunden → Kunde anhand KNr aktualisieren nein ──▶ Kunden → Kunden ErstellenDas ist wenige Klicks mehr Aufwand und erspart die nachträgliche Bereinigung.
Fehlermeldungen lesen
Section titled “Fehlermeldungen lesen”Die Node gibt Meldungen möglichst in Klartext weiter. Grob unterscheidbar:
| Meldung beginnt mit | Bedeutet |
|---|---|
| „Kein Lizenzschlüssel hinterlegt“ / „Lizenzprüfung fehlgeschlagen“ | Lizenzproblem, keine SelectLine-Sache |
| „Mandant/Jahr konnte … nicht gesetzt werden“ | Mandant oder Jahr stimmt nicht |
| Meldungen der SelectLine-API | fachliches Problem: fehlende Pflichtfelder, Rechte, unbekannter Schlüssel |
Die einzelnen Fälle mit Ursache und Abhilfe stehen unter Fehlerbehebung.
Bei umfangreichen Abläufen
Section titled “Bei umfangreichen Abläufen”- Erst mit wenigen Items testen. Eine Limit-Node vor der SelectLine-Node begrenzt den Testlauf auf einige Datensätze.
- Ausführungen aufheben. In den Workflow-Einstellungen sicherstellen, dass Ausführungsdaten gespeichert werden — sonst lässt sich im Nachhinein nicht mehr nachvollziehen, was passiert ist.
- Nicht unnötig parallelisieren. Jede gleichzeitige Ausführung belegt Ressourcen auf dem SelectLine-Server; siehe Mandanten und Sitzungen.