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Bestandsabgleich mit dem Shop

Überverkäufe sind teuer: Der Kunde ist verärgert, die Bestellung muss storniert werden, die Bewertung leidet. Ein regelmäßiger Bestandsabgleich verhindert das.

Ein Zeitplan. Die richtige Taktung hängt vom Geschäft ab:

Situation Empfehlung
Wenige Artikel, hohe Umschlagsgeschwindigkeit alle 15 Minuten
Normaler Handel stündlich
Große Sortimente, träge Bestände zwei- bis dreimal täglich

Artikel → Gibt die Lagerbestände zu den Artikeln zurück liefert die Bestände für mehrere Artikel auf einmal. Für einen einzelnen Artikel gibt es Artikel → Liest die Bestände eines Artikels.

Grenzen Sie über die Zusätzlichen Felder auf die Artikel ein, die im Shop überhaupt angeboten werden — alles andere ist unnötige Last. Siehe Listen, Filter und Sortierung.

Der reine Lagerbestand ist selten die Zahl, die in den Shop gehört. Eine Code-Node rechnet um, zum Beispiel:

verkaufbar = Bestand − reservierte Menge − Sicherheitsbestand

Der Sicherheitsbestand ist der eigentliche Schutz gegen Überverkäufe: Wer die letzten zwei Stück zurückhält, überlebt auch eine Inventurdifferenz oder eine Bestellung, die gleichzeitig im Ladengeschäft aufgegeben wird.

Vergleichen Sie mit dem zuletzt übertragenen Wert und schicken Sie nur, was sich geändert hat. Das entlastet den Shop erheblich — bei den meisten Sortimenten ändert sich pro Lauf nur ein kleiner Teil.

Die Shop-Node (Shopify, WooCommerce, Shopware …) oder ein HTTP-Request überträgt die neuen Bestände.

Negative Bestände, Artikel ohne Zuordnung im Shop oder plötzlich stark abweichende Werte gehören in eine Benachrichtigung — sie deuten meist auf ein Problem in den Stammdaten hin.

  • Keine Überverkäufe und damit keine Stornos.
  • Ausverkaufte Artikel verschwinden von selbst aus dem Shop.
  • Wieder verfügbare Ware ist sofort bestellbar, ohne dass jemand daran denken muss.

Artikelnummern müssen zusammenpassen. Der Shop muss dieselbe Artikelnummer führen wie SelectLine. Gibt es Abweichungen, brauchen Sie eine Zuordnungstabelle — und einen Bericht über Artikel, die sich nicht zuordnen ließen.

Mehrere Läger klären. Verkauft der Shop aus einem bestimmten Lager oder aus dem Gesamtbestand? Beim Abruf lässt sich nach Lager eingrenzen; die Antwort auf diese Frage gehört vor den Aufbau des Workflows.

Nicht zu oft laufen lassen. Jeder Lauf belastet SelectLine und den Shop. Alle 15 Minuten über ein Sortiment von 20.000 Artikeln ist selten nötig und selten sinnvoll.

Varianten beachten. Bei Artikeln mit Varianten (Größe, Farbe) muss die Zuordnung bis auf Variantenebene stimmen, sonst wird der falsche Bestand gemeldet.

  • Preise mitpflegen: Artikel → Ermittelt die Verkaufspreise für einen Artikel im selben Lauf mitübertragen.
  • Nachbestellung auslösen: Unterschreitet ein Artikel den Mindestbestand, den Einkauf informieren oder gleich eine Bestellung anlegen.
  • Rückwärts abgleichen: Verkäufe aus dem Shop als Aufträge nach SelectLine übernehmen — damit schließt sich der Kreis.